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Das alleinige Sorgerecht bekommenAnwaltskanzlei Wittibschlager, Rechtsanwaltskanzlei in Zürich

Das geltende Recht sieht nicht automatisch das gemeinsame Sorgerecht vor, es kann jedoch beantragt werden. Nicht selten wird im Kampf um die Kinder das alleinige Sorgerecht angestrebt. Die Erfahrung zeigt, dass hierbei alle Mittel recht sind.

 

Der Missbrauchsvorwurf

Mit einem Missbrauchsvorwurf wird versucht das alleinige Sorgerecht zu ergattern. Leider werden bei einer Scheidung oft auch unglaubliche, nicht selten auch falsche Anschuldigungen gemacht. Es kommt leider sehr häufig vor, dass die Ehefrau behauptet, der Ehegatte hätte das gemeinsame Kind missbraucht! Auch wenn dieser Vorwurf völlig absurd erscheint, muss das Gericht den Missbrauchsvorwurf überaus ernst nehmen. Das Familiengericht kann diese Anschuldigung keinesfalls ignorieren, d.h. es muss eine strafrechtliche Untersuchung angeordnet werden. Falls ein begründeter Verdacht auf Misshandlung des Kindes vorliegt, kann z.B ein begleitetes Besuchsrecht angeordnet werden. Eine Begleitperson muss dann bei jedem Besuch des Vaters anwesend sein. Dies ist für die Beziehung von Vater und Kind überaus belastend und kann zu einer starken Entfremdung führen. Das Scheidungsverfahren wird mit der strafrechtlichen Untersuchung vorübergehend eingestellt oder gar sistiert. Dies kann bis zu zwei Jahre dauern. Bei einem Vorwurf auf Missbrauch des Kindes bleibt meist ein schlechtes Gefühl sowie ein Restzweifel, so dass die Beziehung zum Kind stark beeinträchtigt bleibt. 

 

Vorwurf "Religiöse Gehirnwäsche"

Es kann aber auch sein, dass einer der Ehegatten behauptet, das Kind wird in einer Sekte negativ beeinflusst. Wenn z.B. eine Mutter ihre Tochter tagelang im Koran vorliest und es ständig in der Moschee beten muss, kann das Besuchsrecht eingeschränkt werden. Das Besuchsrecht ist auch eingeschränkt, wenn die Mutter mit dem Kind an das andere Ende der Schweiz zieht. Regelmässige Besuche werden so verunmöglicht. Ein Umzug in das Ausland ist jedoch nur mit dem Einverständnis beider möglich.

 

Bei dem Kampf um die Kinder sollten Sie sich auf jedem Fall von einen Experten beraten und vertreten lassen. Wir unterstützen Sie dabei und treten für Ihre Interessen ein.